Giacomo Alberione, 1937

Die Gründungsgeschichte unseres Ordens

 

Gründer: Don Giacomo Alberione

Die Gemeinschaft der Paulus-Schwestern wurde von Giacomo Alberione, der am 4. April 1884 in Italien (Piemont/ S. Lorenzo di Fossano) geboren wurde, im Jahre 1915 in Alba/ Norditalien gegründet.
Der entscheidende Funke für die Verwirklichung dieser Idee geht auf die Silvesternacht von 1899 zurück. In dieser Nacht hielt der sechzehnjährige Alberione eine vierstündige Anbetung vor dem Allerheiligsten.

Er war der Aufforderung des Papstes Leo XIII. gefolgt, intensiv für das beginnende 20. Jahrhundert zu beten. In jener Nacht vernahm er deutlich den Ruf, “etwas Gutes für Gott und die Menschen des neuen Jahrhunderts zu tun”. Von da an begleitete ihn der Gedanke, das Wort Gottes mit den Medien zu verkünden -  und zwar als Lebensaufgabe.

Sein verzehrender Eifer bestand darin, der gegenwärtigen Welt nahe zu sein, und das Wort erneut Fleisch werden zu lassen im Inneren ihrer Kultur, in ihren Strukturen, Fortschritten und Gegensätzen. Don Alberione erkannte intuitiv die Möglichkeiten, mit Hilfe der sozialen Kommunikationsmittel wie “Presse, Film, Funk, Fernsehen “ die Menschen mit der Frohen Botschaft erreichen zu können. Das Erlösungswerk Christi soll mit der Verbreitung des Wortes Gottes durch die Medien, die der Fortschritt bietet, fortgesetzt werden.



Teresa Merlo

 

Mitbegründerin: Teresa Merlo (Tecla)

Neben Don Alberione gab es eine Frau, die zusammen mit ihm die Gemeinschaft der Paulus- Schwestern gründete. Teresa Merlo, die den Namen Tecla mit der Ordenprofess annahm, wurde am 20. Februar 1894 in Italien (Castagnito d´Alba) geboren. Eine Begegnung der 21jährigen Teresa mit dem jungen Priester, Don Giacomo Alberione, änderte nicht nur ihr Leben, sondern auch die Geschichte der Kirche und der Gesellschaft.

Teresa Merlo war von den kühnen und zukunftsweisenden Ideen von Giacomo Alberione begeistert und ging am 15. Juni 1915 nach Alba, um gemeinsam mit ihm ein Werk der Zukunft aufzubauen. Ohne Furcht nahm sie die neuen Kommunikationsmittel an, um Gottes Gegenwart in ihnen aufleuchten zu lassen. Sei wies im Reich der vergänglichen und bruchstückhaften Wahrheiten, die für die Massenmedien als typisch gelten, auf Werte hin, die im Ewigen verankert sind.

So blühten kurze Zeit später eine Reihe von Aktivitäten auf, wie Wochenzeitschriften, Buchverlage, Filme, Schallplatten, usw. Für diese vielschichtigen Aufgaben erhielt sie Tag für Tag vom Tabernakel aus die Kraft und das Vertrauen auf die Führung Gottes. Wie Paulus war sie verliebt in Jesus Christus. Tecla Merlo war Protagonistin eines Weltunternehmens und eine stille Mystikerin der Liebe. Am 5. Februar 1964 starb sie.