... Ein Staunen geht durch die Welt ...

Die Berufungsgeschichte von Sr. Agnes Trucco



Sr. Agnes Trucco

Meine Überzeugung ist, dass sie schon in mir, ja bei jedem, schon von Geburt an hineingelegt ist. Entscheidend ist, sie in sich selbst durch tausend Möglichkeiten zu entdecken.

Bei mir war es leichter durch den tiefen Glauben, das große Gottvertrauen und das religiöse Leben meiner Eltern. Aufgewachsen in einer kinderreichen Familie, habe ich schon als Kind das Miteinanderteilen, Spielen, Arbeiten, Kämpfen und Durchhalten gelernt.

Gerne habe ich teilgenommen und mich eingebracht in das Leben der Pfarrgemeinde. Am Sonntagnachmittag lief ich, nach Möglichkeit zur Jugendgruppe, wo es immer ein buntes Programm gab: Spiel, Spaß und einen besinnlichen Teil.

Direkt an ein Ordensleben aber hatte ich nie gedacht, bis ich eines Tages bei unserem Kaplan beichten ging. Plötzlich stellte er mir die Frage:“ Agnes, hast du schon nachgedacht, was du im Leben tun willst?“ Selbst ganz überrascht, antwortete ich ohne langes Überlegen: „Ja, ich will Ordensschwester werden...,  aber wie und wo weiß ich nicht“.

 

 


Eucharistiefeier

Ich war damals erst 14 Jahre alt. Danach fragte ich mich immer intensiver, warum und wieso will ich eigentlich Ordensschwester werden. Ich spürte tief in mir den Wunsch „ beim Herrn zu bleiben, so wie im Markus Evangelium 3, 13-14 gesagt wird: „ Jesus rief die  zu sich, die er erwählt hatte…“,  für eine besondere Aufgabe. Sie sollten ständig bei ihm sein und dann von ihm gesandt werden, um  zu dort verkünden,  wohin er selber gehen wollte.“

Auf der Suche nach dieser Lebensform kam ich in Kontakt mit den Paulus-Schwestern. Ich machte geistliche Exerzitien bei ihnen und sah konkret, wie sie lebten und was sie taten.

Alles begeisterte mich, besonders aber die Spiritualität, genährt vom Wort Gottes und von der Eucharistie. Das war für mich dieses „ bei Ihm bleiben“... und dann mit allen technischen Mitteln diese frohe Botschaft versuchen, bis an die Grenzen der Welt zu verkünden.


Buchhandlung in Ingolstadt

Betroffen hatte mich unter anderem die Überzeugungskraft, mit welcher unser Gründer P. Alberione, sagte :“Alle Kommunikationsmittel mit allen Kräften für das Evangelium einzusetzen. Eure Buchhandlungen sind Zentren des Lichts und der Verkündigung.“

So überzeugt und dankbar für die wunderbare Gottesführung konnte ich alle Schwierigkeiten überwinden. In mir wuchs Jahr für Jahr die Freude, den Lobgesang Mariens, das Magnificat: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter“ vor mich hin zu singen.

 

 

 

 


Hl. Apostel Paulus und Sr. Agnes Trucco

Mit dem Apostel Paulus, dem größten Missionar aller Zeiten, wie ihn Papst Benedikt XVI. bezeichnet, singe ich gerne:“ Mein Leben ist Gnade, ich habe es erfahren und will das für immer im Herzen bewahren.“  (Aus dem Paulus-Oratorium von S. Fietz)

Sr. Agnes Trucco FSP

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